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- 21.8.2010: kryptisches vergessen
- 26.5.2010: In Jesus leuchten
- 24.3.2010: - nereeL mov erheL eiDie Leere vom Lehren -
- 4.2.2010: Oben auf dem Pass
- 19.8.2009: Antwort auf die Impertinenz einer Scheinbaren
- 2.7.2009: Wahre Liebe
- 2.7.2009: Trommelfell
- 25.6.2009: Des Toren linkes Ohr
- 19.6.2009: Guantanamerika
- 4.3.2009: So ein netter Versuch
kryptisches vergessen
21.8.2010 von Gedanquill.
worte Verdichten
zu einem wasserfest lichten Gespinst
der sinn reitet auf drei tragflächen
davon
ist immer eine bruchkante
im Gefüge
je dichter je dunkler
und schwerer
wird die Kryptik zur krypta
verherbergt heilig
begraben der zugang
zum Wort
keine
entblätterung
kleidet sich in die unendliche Distanz
zum vergessenen.
Geschrieben in antithesis, fernblick | Keine Kommentare »
In Jesus leuchten
26.5.2010 von Gedanquill.
Frei vom Wünschen und Verlangen
lehnt mein Ich sich sanft zurück.
Trotz der Zwänge stirbt mein Bangen
zwischen Seufzern voller Glück.
Als mir Blicke durch die Stirn
weit in alle Himmel lachen
löst im lichtverzückten Hirn
sich mein Denken in ein Wachen.
Behutachtsam erfühlt sich mir
der Friede im Verzicht und! Ja
zum aller Einen, jetzt und hier.
Ich bin Dir, Liebe, einfach, da.
Geschrieben in Bebflirren, Anfang, Sein Ich sein, Ende, hüpfballherz | Keine Kommentare »
- nereeL mov erheL eiDie Leere vom Lehren -
24.3.2010 von Gedanquill.
Er hatte alles sagen wollen
in Worten, dringlich und genau.
Aus Perspektiven und aus Rollen
bestach er sinnig, scharf und schlau.
Doch aller Schall verhallt in Falten
verzückt verrückten Glücksentrückens
der angeschwallten Zielgestalten.
Es bricht das Licht des Wissbeglückens
zurück die Lehre, bleibt beim Alten.
Geschrieben in Sein Ich sein, fernblick | Keine Kommentare »
Oben auf dem Pass
4.2.2010 von Gedanquill.
Wie ein Hauch den lichten Glanz
der polierten Eichenplatte,
hüllt ein Staub den Jugendkranz,
sanft vom Frischen in das Matte.
Und die kräftig roten Farben
tragen satt den Schein von Reife.
Ahne blass, das trockne Darben
in den Tropfen auf der Seife.
Wie der suchend ferne Blick
nun in Ruh und gerne landet,
schweift er öfter auch zurück;
Wo er mal und mehr versandet.
Die Gedanken kehren heim,
haben weit voraus gefangen.
Tragen nun in sich den Keim
vom Verstehen, was vergeht.
Geschrieben in Sein Ich sein, Ende, pfeilblickfern, fernblick | Keine Kommentare »
Antwort auf die Impertinenz einer Scheinbaren
19.8.2009 von Gedanquill.
Wahrer, Macher, Revoluzzer,
Staatsmänner und Klinkenputzer,
schreiben nicht aus Wichtigkeit,
dafür fehlt die knappe Zeit.
Nur, wenn man in stillen Stunden
Schlüsselzeiten neu bedenkt,
wahr, geträumt oder erfunden,
spürt man wie das Leben lenkt.
Und, dass man dies anderen schenkt,
was man sich hernach ersonnen,
in den Rythmen und den Reimen,
um Essenzen zu verleimen,
hat man nicht aus Protz begonnen,
wie der Leser oft sich denkt.
Nein, es ist der Wunsch nach Sphären,
die dem Wissen Raum erschließen.
Soll das Wort zur Kenntnis gären,
darf es nicht im Kopf zerfließen.
Eine Pflanze aus Gedanken,
bahnt sich schöpferisch Gestalt.
An den Blättern und den Ranken
wünschen wir Betrachtern Halt.
Mag vielleicht des Lesers Regung
Scherung oder Nahrung geben,
dass wir dann mit neuer Prägung
Wege zur Erkenntnis leben.
Die Impertinenz einer Scheinbaren:
http://lyrische-zwischenzeilen.blogspot.com/2009/07/die-impertinenz-einer-scheinbaren.html
Geschrieben in pfeilblickfern, fernblick | 3 Kommentare »
Wahre Liebe
2.7.2009 von Gedanquill.
Wahre Liebe kann nur leben
im Verlangen sich zu geben.
Nur im Teilen mehrt sie neu
sich im Andern mir zur Treu.
Und die Liebe, die so bindet,
stets in zartes Leben findet.
Dieses schöpft aus alter Quelle
Liebe vor zur jüngsten Stelle.
Geschrieben in Seide, fernblick | 1 Kommentar »
Trommelfell
2.7.2009 von Gedanquill.
Leichte Schläge,
immer wieder,
gar nicht träge,
auf und nieder;
Manchmal holpernd,
selten leise,
wieder stolpernd,
sanfter Weise;
Bald ein Prügeln
auf das Helle,
nicht zu zügeln,
laut und schnelle,
treibt es Beulen,
und auch Wellen,
in die Haut
an vielen Stellen,
dann Dein Lachen,
dröhnt beim Schlagen,
lässt es krachen,
kein Vertragen!
Da! Sieh! Jetzt! Wie verletzt,
ist beim nächsten Schlag zerfetzt.
Machst das Trommelfell kaputt
- und ich höre wieder gut.
Geschrieben in Anfang, hüpfballherz | Keine Kommentare »
Des Toren linkes Ohr
25.6.2009 von Gedanquill.
Ein Tor verlor sein linkes Ohr,
ganz leise, unbemerkt und still.
Das kam ihm ziemlich seltsam vor,
warum sein Ohr nicht bleiben will?
Dies Ohr war ihm nicht wohl gesonnen,
von außen fing es nur den Schmutz.
nach innen ist er dann geronnen,
und drinnen hat er so gesponnen,
dass es fiel ab wie feuchter Putz.
So schritt er aus, es aufzufinden.
und fand es schlafend in der Sonn’.
Doch als er es wollt an sich binden,
flog es sogleich wieder davon.
Der Tor, der nickt bedeutungsschwer:
Was einmal war von Licht durchflossen,
das kommt zu einem Tor nicht mehr.
Er warf den Mund gleich hinterher,
das Auge hat sich angeschlossen.
So war sein Kopf nun wohl verschlossen
mit allem Schmutz, der drin verblieben.
Im Sonnenschein hat er genossen,
sich innerlich neu durchzusieben.
Und rechtes Auge, zweites Ohr,
verhielten sich mucksmäuschenstill,
dass nicht bemerkt, der brave Tor,
was er noch nicht im Dreck verlor.
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Guantanamerika
19.6.2009 von Gedanquill.
Die Gefangenen sihind frei,
wer kann sie erwarten?
Sihi fliehen vohobei,
aus düsteren Staaten.
Kein Mensch will das wissen,
ein jeder wird beschissen.
eine Bleibe auf Palau sei:
Neu gefahangen und frei!
Geschrieben in Nasqualmbluten, Außer sich sein, fernblick | Keine Kommentare »
So ein netter Versuch
4.3.2009 von Gedanquill.
Ach, gute Laune, Morgenlicht,
flugs auf und hoch zum frischen Werken!
Und welche Kraft will ich bemerken!
Wird alles gut - ich glaub’ mir nicht.
Heh, Heh! Ich Zweifler, noch nicht wach,
tret ich mir schon das Bremspedal.
Soll fluten doch mein Jammertal
zum Freudensee vom Tränenbach!
Ich schieß mir dieses Bild zum Trumpf
mit Rucksack, Broten, Sonnenschein,
und spiel ihn aus, dann sitz ich fein,
im Kanu, Paddel - Lederstrumpf!
Alarm, ein Kentern, Wasserfall,
und Ruderschlag auf meinen Kopf!
Rechts Wecker und Toilettenschwall
und links vom Bett sitz ich, der Tropf.
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