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- 4.2.2010: Oben auf dem Pass
- 19.8.2009: Antwort auf die Impertinenz einer Scheinbaren
- 2.7.2009: Wahre Liebe
- 2.7.2009: Trommelfell
- 25.6.2009: Des Toren linkes Ohr
- 19.6.2009: Guantanamerika
- 4.3.2009: So ein netter Versuch
Archiv der Kategorie Ende
In Jesus leuchten
26.5.2010 von Gedanquill.
Frei vom Wünschen und Verlangen
lehnt mein Ich sich sanft zurück.
Trotz der Zwänge stirbt mein Bangen
zwischen Seufzern voller Glück.
Als mir Blicke durch die Stirn
weit in alle Himmel lachen
löst im lichtverzückten Hirn
sich mein Denken in ein Wachen.
Behutachtsam erfühlt sich mir
der Friede im Verzicht und! Ja
zum aller Einen, jetzt und hier.
Ich bin Dir, Liebe, einfach, da.
Geschrieben in Bebflirren, Anfang, Sein Ich sein, Ende, hüpfballherz | Keine Kommentare »
Oben auf dem Pass
4.2.2010 von Gedanquill.
Wie ein Hauch den lichten Glanz
der polierten Eichenplatte,
hüllt ein Staub den Jugendkranz,
sanft vom Frischen in das Matte.
Und die kräftig roten Farben
tragen satt den Schein von Reife.
Ahne blass, das trockne Darben
in den Tropfen auf der Seife.
Wie der suchend ferne Blick
nun in Ruh und gerne landet,
schweift er öfter auch zurück;
Wo er mal und mehr versandet.
Die Gedanken kehren heim,
haben weit voraus gefangen.
Tragen nun in sich den Keim
vom Verstehen, was vergeht.
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Aschermittwoch
20.2.2009 von Gedanquill.
In den Ecken am Morgen steht gelber Geruch.
An den Bronzen und Brunnen der Urinstinkt auch
hat gepaart sich mit einem geglückten Versuch,
den es bunt treibt aus leuchtendem Sackgassenschlauch.
Und so schiebe ich ab durch die Mitte der Plätze,
diesen schlauchlos gereift teuren Kindersportwagen.
Halte Obacht, wohin ich die Tritte mir setze,
Will nicht mehr an Kamellen vom letzten Jahr nagen.
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Abschied für Immer
6.1.2008 von Gedanquill.
Dir glitzern Tränen im Gesicht,
Mein Blick stellt immer nur die Fragen
im uferlosen Sehnen nicht,
auch unerfüllt bleibt mir das Leid,
nichts treu und bindend mehr zu sagen.
Und jäh blitzt auf der Hoffnungsschimmer,
mich zweifelnd wieder neu zu quälen!
Ein Sprung im Glas verwächst sich nimmer,
er wächst im Missklang und im Streit;
bricht stur in Scherben, wer darf zählen?
Dein langer, letzter, lieber Blick
verwandelt sich in fremdes Starren.
Ich weiß, es gibt hier kein Zurück;
so süß gereift ist diese Zeit,
Gefühl lebendig zu verscharren.
Geschrieben in Sein Ich sein, Ende, tropftrudelschwere | 5 Kommentare »
Jäger des verlorenen Satzes
5.12.2007 von Gedanquill.
Ich stöbere im Wortgefledder,
und breche Zeilen an den Lauten,
die Zungen aus dem Schädel hauten,
wie kurzgeschlossene Zettelshredder.
Wo stecken all die Perlen nur,
in Ewigkeiten ausgebrütet?
Verborgene Diamantenspur,
hat zuviel Feinschliff hier gewütet?
Geheimnisse im dünnen Darme
der Verse, Bilder, Reimgebilde.
Auch Lesus Kryptus hebt die Arme,
birgt Leere, Geiles, Tote, Wilde.
Doch hinter Hof und Altpapier,
in Ekelhaft und Grab gekettet,
dort glimmen lichterfunkel vier
der Strophen sanft in Samt gebettet.
Und himmlisch rein, als Seelentor,
erstrahlt die fünfte dann empor.
Mit Tränenzittern, Augenbeben,
erlangt mein Suchen neues Leben,
Wahres Streben!
Schatz zu heben,
mir gegeben!
So wühle ich im Wortgeflodder,
und breche Laute an den Zeilen,
die Hirnen aus dem Schädel eilen,
wie grünverdünnter Nasenschnodder…
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Schnupftuchfetzen und Demento
4.12.2007 von Gedanquill.
Winke, winke, meint sie mich?
Huch, ich lächle, sie jetzt auch,
wie ich wachse aus dem Bauch.
kenne ich Sie wissentlich?
Oh, jetzt kommt sie zu mir hin!
Mach ich, lass ich, fass ich das?
Warum hat sie soviel Spass?
Oh, ich kratze mich am Kinn,
schau’ verlegen auf die Uhr,
und dann wühl’ ich in der Jacke,
Schnupftuchfetzen, welche Schande,
bin ich völlig aus der Spur?
Fummelfetzen an den Fingern,
und mein hektisch Taschenspiel
beult herum, doch hilft nicht viel.
Hilft mir Lutschen an den Dingern?
Prima, Hände find nun fauber,
doch waf pappelt an der Lippe
fo alf Tütenmonfterkippe?
Weifer Ftreif auf grünem Schnauber!
Mit dem Rücken meiner Hand
wische ich durch mein Gesicht
alles weg - ich find es nicht!
Fähnchen weiss, an Schädelwand,
flattert aus der Restfrisur.
Uhh, verlegen weggeduckt,
Glocken schnell zurechtgejuckt,
kämmen Finger Korrektur.
Doch woher kommt der Geruch?
So intim und so persönlich?
Täglich wasch ich mich gewöhnlich!
Großer Glockenfingerfluch!
Kann so nicht zur Arbeit gehen,
hab’ kein Deo aufgelegt.
Was hat mich so aufgeregt?
Weit und breit ist nichts zu sehen.
Warum ist die Frau so heiter?
Aber Paps, was machst Du hier?
Sollst doch gar nicht vor die Tür!
?!? - Besser ist, ich gehe weiter…
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Persimon
1.12.2007 von Gedanquill.
Die Kraft des Lichts bricht
kahle Zweige vor dem Gesicht
durch die Wolkenschicht
nicht so leicht wie ein Adler
entflieht Persimon dem Ast
Geschrieben in Haiku, Ende | 2 Kommentare »
Abendmahl
1.12.2007 von Gedanquill.
Der Wille ward frei durch den Schmerz
des Menschensohns opferndes Fügen.
Zum Heil weist den Geist nur das Herz,
Verstand ist die Schale für Lügen
Und Qual.
Ich sehe die Hoffnung der Liebe
zum Darwin’schen Wandel der Glut,
zum Dulden der Hiebe und Triebe
der mordenden, sterbenden Brut
Großer Zahl.
Der Rotwein ist Blut meiner Sünden,
der Laib Frucht für meine Begier.
So schluck ich das mahnende Künden,
von Liebe als göttlicher Zier
Deiner Wahl.
So schmecke ich täglich die Traube
als Sünde mir gänzlich gewahr.
und speise im ehrlichen Glaube,
dass dieses Dein Ansinnen war
Aus dem Gral.
Geschrieben in Anfang, Sein Ich sein, Ende, pfeilblickfern | Keine Kommentare »
Nackenknacken
1.12.2007 von Gedanquill.
Recht!
Gerecht,
Gericht,
Gerücht,
Geruch,
Bruch.
Ruch;
Fluch.
Gott…
Als
der Hals
trotz Gewicht
nicht sofort bricht,
ihn der Henker packt,
so dass der Nacken knackt.
Zuckend stirbt der Hände Kampf
das letzte Würgen stockt im Krampf.
Alles Fleisch wird plötzlich schwer
Seele baumelt, hin und her.
Kälte presst Gewicht
in ein Gesicht
voller Pein
zum Stein.
Gebein.
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Robbie Superstar II.
14.8.2007 von Gedanquill.
Bewegung gibt mir Existenz,
der Rhythmus schenkt mir die Präsenz.
im Tanzen wirk ich dominant,
mein Singen macht mich weltbekannt.
Ich bin ein Robbie, ganz und gar,
noch härter, kühler, als er war.
Mein Körper ist ein wahrer Traum,
Ihr spürt mich durch den weiten Raum.
Was immer Euch bewegen mag:
Ich heile Euch den ganzen Tag.
Auch wenn Ihr mich nicht wirklich seht,
ich bin es, der Euch voll versteht.
Ich sehne mich so sehr nach Euch,
ich spiele Euer Herzgeräusch.
und dehne wie ein Luftballon,
und kehre mich nach außen.
Irgendwann dann, knallt es.
Bong!
..Ich platze
und bin draußen.
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