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« Tortenfraß | execution »
Todestango der trüben Tassen
Trübe Tassen tanzen träge
auf des Rolltors Rampenschräge.
Fernbedienungs Feinjustiz
elektronisch zockelzittert
stumpfen Winkel sanft zu spitz.
Tassenpulk gemächlich schlittert
dank erhöhtem Toreswinkel
auf vergoss’nem Kaffeepinkel
bis zum Rand und stoppt dort leicht.
Tortanzende ist erreicht.
Letzter Zuck am Zappertaster
Lemmingsporzellan zersplittert
auf dem Kopfsandbuntsteinpflaster,
Kaffeeboden aufgeweicht.
Dumm nur, dass des Tores Rolle
dieser Handlung nicht entspricht
immer senkrecht rollt das Tolle,
schon elektrisch, schräg doch nicht.
5 Antworten auf “Todestango der trüben Tassen”
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4.1.2007 bei 15:29
…zu schwere Kost für mich, finde keinen Zugang.
4.1.2007 bei 21:52
Lieber Petros,
das glaube ich Dir. Da will ich mal unterstützen (aber das wird ziemlich abgedreht).
Zur konkreten Deutung: Es gibt hier keine wahnsinnig ausgetüftelte Parallelstory.
Stell Dir einfach folgendes vor:
Zoom aus der Halbtotale auf eins dieser Garagentore aus den 70ern, schwenkbar, Holzdekor, in der Luxusausführung (elektrisch), nahezu vollständig geöffnet.
Oben drauf ein Tablett mit benutzen Tassen, halbgefüllt mit abgestandenem Kaffee (ich weiss, ich hab manchmal abgedrehte Vorstellungen).
Schwenk auf hämisch grinsenden 12jährigen, mit der Fernbedienung für das Garagentor in der Hand.
Dazu Tangomusik (dahh dapp - dadapp - dadapp dap dap dap…),
rhythmisches Betätigen der Fernbedienungstaste.
Hüpfende Tassen (dap)
Kaffee schwappt über (dapdap)
Tablett rutscht (dapdapdap)
ich glaube, jetzt hast Du’s…
Ach ja, ich war mit dem Gedicht fast fertig, da
lese ich “Rolltor” in Zeile 1 und stellte fest, dass die nicht kippen sondern senkrecht hoch und runter fahren…
…daraus entstand dann die letzte Strophe.
OK, vielleicht sollte ich nachts wirklich keine Gedichte schreiben…
5.1.2007 bei 04:41
Danke für deine umfassende Aufklärung. Jetzt klingt es gleich ganz anders in meinen Ohren (dahh dapp - dadapp - dadapp dap dap dap…).
Und: Schreib ruhig weiter bei der Nacht!
LG
Petros
6.1.2007 bei 17:19
super fantasie!
und das in der nacht!
mit deiner erklärung
musste ich beim lesen
sogar lachen.
vorher hab’ ich wie petros
nichts kapiert.
gruss und
weiter solche sachen!
maureen
7.1.2007 bei 01:26
Hallo Maureen,
dann haben die Zeilen ihr Ziel ja erreicht. Lachen ist das,
was es bewirken sollte (trotz aller Tassentode…)
Viele liebe Grüße,
Gedanquill