Archive für 13.12.2006

Wächter der Nachtburg

Die Gedanken sind so frei,
mussten mir verloren gehen.
Standen eben mir noch bei,
flohen ohne umzudrehen.

Draußen schluckt die tiefe Nacht
feuchtes Brennen meiner Augen.
Einsam halt ich meine Wacht,
muss dem Tag die Luft aussaugen.

Vater Schlaf mit seiner Decke
kann mein Burgtor nicht durchqueren.
Unbewacht ist keine Ecke
meiner Hallen finstren Leeren.

Hohlpelz meiner Jagd im Kreis,
wacker hältst Trophäenlast.
Krampfe dich, Etappenpreis,
bis der Nacht Gewand verblasst.

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