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Volksverhelfer
Ihr Überwinder, Lösungsfinder,
seid Gotteskinder, Volksverbinder.
sucht Willenskrieger, Angstbesieger,
nährt Leistungsträger, Überflieger!
So hoch führt Ihr die Spannungsleitung
mit Händen fangt Gewitterblitze
Schaut täglich aus der Tageszeitung
Sprecht spritzig feine Sprachenspitze
Mit blumig weichem Stahlglanzlächeln
führt Welten, Krieg, Globalverkehr
versteht das Kuppeln, Tritteln, Rächeln
gewandt, galant, bedeutungsschwer
Erschnüffelt blind aus Eurem Sitz
das Volk, dass Euch verdauen mag
habt Euch aus einem Holz geschnitzt
das oft im Wind gebogen lag.
Und in die Bücher der Geschichtler
verbohrt Ihr Nase, Augen, Ohren
dass Eure edlen Glanzgesichter
gehn für die Nachwelt nicht verloren.
5 Antworten auf “Volksverhelfer”
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25.11.2006 bei 03:48
Ein weiter Geist für eben dieses
und meinen Respekt zur Nacht
und hinter allen diesen
hat`s ein paar leise, feine
mit sich im Reinen
seelensinnige Gesichter
jedoch
ohne heilsbringende Scheinheiligkeit
denn das wäre der anderen Dogmatik
zugewandt.
Denen oben, von Dir so trefflich
ausgespähten
kann ein wacher Geist entgegen treten
wo treten nicht verspricht
dem andern ins Gesicht
sondern hoch den Kopf
und im Herzen Würde
ertragen sinngewandte manche Bürde
und sei es nur der eigne Lohn
daß man dem Reichtum trotzt
doch ohne Frohn und mit etwas lächelndem Hohn.
Doch ist dies nicht immer so arg leicht
den Fähnlein die im Winde hängen
aus dem Weg zu geh`n
und aus den Büchern all der Zeit
wird von den leisen Menschen wenig stehen.
So danke ich für den Quell auch
solcherart Gedanken
und wünsche eine gute Nacht
Brynhild
25.11.2006 bei 12:05
Sehr gelungen!
Würde ich in meinem Bloghaus gerne als “Gastgedicht” veröffentlichen und dein Blog präsentieren.
PS:
Seelenlos doch mit Charakter,
so sind ihre Machenschaften.
Geld, das ist der einz’ge Takter,
apfelsinengleich
die Erde sie entsaften.
25.11.2006 bei 20:45
Liebe Brynhild,
Respekt auch Dir für Deine Zeilen
entblättern tastend meine Worte
wollt lang und gern darin verweilen
Gedanken von der feinen Sorte.
Zu Fähnlein, die im Winde steh’n
kann folgendes ich sagen:
Man nimmt sie und sie müssen weh’n
geschwenkt und fortgetragen.
Sie schmücken den, der fort sie trägt
bald schmutzig und dann fortgelegt.
25.11.2006 bei 21:03
Lieber Petros,
ich weiß gar nicht was ich sagen soll. Ich freue mich sehr über Dein Angebot und stimme gerne zu.
Vielleicht ist das mit Geld und Handel
ein Übel, das die Gier belohnt
doch sorgen sie für einen Wandel
der uns vor großen Kriegen schont
Tauschst Du mit Deinem Gegner Werte
wird er Dir nicht das Dach zerschießen
die eigene Frucht nicht mit dem Schwerte
zerschlagen und sich selbst verdrießen.
26.11.2006 bei 15:59
Habe im Gedicht wegen des Rhythmus folgende Zeile geändert:
“begreift Ihr Welten, Krieg, Globalverkehr”
zu
“treibt Ihr Welten, Krieg, Globalverkehr”
Inhaltlich ändert sich die Aussage dadurch etwas.