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schattenwölfin
Ich gehe vorbei
an Bilderworten der dunkelblauen Macht.
Geboren von der Schattenwölfin
die mitternachtschwarzen Rosen
bekleiden
ihr Fell wie Haute Couture.
Ich missachte
die Dornen unter
den Schwarzrosenblütenblättern
Blutende Reißstreifen in der aalglatten
Fischhaut
eines Himmelsstürmers.
Doch der größte Schmerz
ist nicht
mein
sondern der Duft Ihrer Blüten
spiegelt sich
in dornverletzten Augen
einer einst gewandten Seelenträgerin.
5 Antworten auf “schattenwölfin”
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5.11.2006 bei 21:59
Mit halbgeöffnetem
vom Herbst schon eingeholtem
Blütenkelch
in sterbenden Farben
nahm sie dennoch wahr
des leisen Wanderers Schritt
der ungeachtet all der Dornen
die mehr denn Blütenblättern
wuchsen -
ihren Standort streifte
und ein stilles Erwachen
blitzt aus den welkenden
Wortblüten
hauchen zartes Rosa
über Nebelschwaden
und hüllen sich dankbar
über das Schweigen
Mit liebem Gruß
Brynhild
(Schattenwoelfin - auch eine, wenn vielleicht auch nicht jene - wer weiß das schon……
7.11.2006 bei 23:02
Die Schönheit der Dornen
liegt
in ihren Spitzen
ihre Kraft verdichtet sich im Nichts
trifft genau einen Punkt
erinnert
immer wieder der gleichen Wunde
ein Stich
ein Morsezeichen
Sprache des Schmerzes
weltumspannender Fluss
der Worte, Gedanken & Bilder
der Wanderer taucht darin ein
die Wunden
zu kühlen
sein Spiegelbild
von hinten
zu betrachten.
Ein paar leuchtende Jahre gewonnen,
ein lyrisches Stenogramm gefunden.
Neue Horizonte
Zeit
wieder
den Himmel zu stürmen.
14.11.2006 bei 04:32
Nächtens
so wie heute
wiegt der Tango
wieder mit den Schatten
im ewigen Liebesspiel
und eine welke Rose
schwingt sich unbeachtet
über das
alternde Gedankenparkett.
Der knöcherne Regen
aus Novemberland
reicht jedoch beruhigend
die Hand
und junger Sturm boxt an
die Wand.
Und die Rose schwebt
noch einmal über das Parkett.
17.11.2006 bei 23:30
Dass jede Rose Dornen hat,
Scheint mir kein Grund zu klagen,
Solange uns die Dornen nur
Auch weiter Rosen tragen.
Mascha Kaléko
29.12.2006 bei 12:48
Die Nacht ist dunkel, Nacht ist dumpf
Der Geist wird schwerer, Geist wird stumpf.
Du kleidest Dich in Nachtgedanken,
gibst suchend Halt in Dämmerwanken.
Eröffnest düster trüben Ort,
den Wanderer treibt’s leise fort.
Der Tag scheint nur noch Unterbrechung
für gern gewollte Seelenschwächung.
Von Rosen, die sich selbst umfangen
kann Samen nicht ans Licht gelangen.