Archive für 27.10.2006

zeit zu grüßen

Innere Sekunden

sind Minuten gleichförmiger Langsambetrachtung.
Entspannung sich innerlich versichert, dröge Leere mit zusammengebissenen Zähnen gepackt.
Die Augen spüren den Kiefer nicht mehr.

Der Federschwindel ist die Lüge des Willens gegen das Kinngewicht.
Mein Kopf läuft aus. Gleichmäßig langsam.

Schmerzender Liderschlag verrät die wahre Last.
Es ist Zeit zu grüßen

den Schlaf.

blick in den trichter

Das gefühlte Ende ist fern.

Was vor zwei Händen voller Frühling noch ein ungeglaubt gewusstes gedankenspiel gewesen, ist nun überzeugt denkbar geworden.
Glieder fühlen ist
Wissen spüren durch Erfahrung.

Der Horizont ist ein Trichter von noch unendlicher Breite.
Ich sehe den schwarzen Punkt pfeilblickfern am Ende der zulaufenden Spitze
nicht.

Nicht später als der 21. April 2091.
Das ist tropftrudelschweres Kinngewicht. Schon jetzt.

regen ahnen

Am Anfang waren Tränen.

Schmerzfreudentränen perlen liebevoll die sanfte Ahnung eines Regens auf unberührte Haut.
Erst dann weckte das Wort.
Schon vertraut, noch nie in dieser ungedämpften schneidend klaren Deutlichkeit vernommen, haucht es die erste Feder wie einen Sonnenpfeil in das Allerinnerste.
Hallo.

Eindruck. Atmen.

Ich bin da.

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